Abschied nehmen

Ein jeder kennt dieses Gefühl, Abschied nehmen. Abschied nehmen ist meist auch mit Einsamkeit,Traurigkeit und Lustlosigkeit verbunden. Wem bei diesen Nomen nicht aufgefallen ist, dass sie alle negativ sind, der wird es nun mit Schrecken feststellen. Das Sonderbare beim Abschied nehmen ist, dass es zwar jeder schon erlebt hat, man aber immer wieder aufs neue geschockt ist und es meistens eine lange Zeit braucht es zu verarbeiten. Jeder macht es mal mit, dass jemand in der Näheren Umgebung stirbt, aber daran gewöhnen, nein. Ob es nun ein Auto, eine Waschmaschine oder ein Mensch ist,es ist schrecklich. Zum Hauptteil natürlich, weil man sich schon daran gewöhnt hat. Die Waschmaschine steht ja auch schon seit 10 Jahren an dieser Stelle. Schon vor Millionen Jahren konnten die Menschen sich nicht gut von alten Dingen trennen und an etwas neues gewöhnen. Eine neue Verfassung nahmen ja auch nicht alle von einen auf den anderen Tag an. Bei soetwas ist unterordnen angesagt.
In Beziehungen ist das ähnlich. Zuerst lernt man einen Mann kennen, oder auch gerne Lebensabschnittspartner genannt und dann seine Familie. Wenn diese einem einigermaßen symphatisch erscheint, möchte man sich nie wieder von seiner Familie inklusive Oma und Opa trennen. Ist man dann mal kurz davor sich von diesem Mann zu trennen, sagt eine innere Stimme zu einem,aber die nette Familie. Macht dann schließlich der Mann Schluss, heisst es Abschied nehmen. Nach dem Abschied nehmen folgt das neue Leben. Neue Gewohnheiten angewöhnen, das heißt nicht mehr jeden Sonntag von 8 Uhr - 14 Uhr zu ihm und Kaffee trinken. Abschied nehmen müssen wir in unserem Leben so oft, Abschied nehmen von der Mutter, vom Kindergarten, der Grundschule, dem Gymnasium, der Arbeitsstelle, unserer monatlichen Periode und letzt endlich von unserem Leben. Also ist unser Leben ein Haufen aneinanderkettender Abschieds Tragödien. Im Prinzip ist unser Leben ein einziges Abschied nehmen, aber auch ein neu Entdecken.
Hauptsächlich aber müssen wir von Menschen Abschied nehmen, von unseren Eltern, Großeltern, unseren Freunden unserem Hund, ob sie sterben, uns hintergehen oder sich aus unserem Leben leben einfach zurück ziehen, ganz egal. Ein schreckliches Gefühl Abschied zu nehmen, ein schönes Gefühl neues zu Entdecken.